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Wissenschaftliches Schreiben: fünf notwendige Bedingungen für mehr Erfolg

Erfolgreich schreiben

Wer in der Schule oder im Studium erfolgreich wissenschaftlich schreiben können möchte, sollte einige Tipps berücksichtigen. Von der anfänglichen Idee über die Schreibplanung bis hin zum schlussendlichen Verfassen des wissenschaftlichen Textes ist allerhand zu berücksichtigen. Dieser Beitrag geht auf fünf notwendige Bedingungen für maximalen Erfolg beim wissenschaftlichen Schreiben ein.

Fundierte Planung der wissenschaftlichen Arbeit

Nachdem das Thema der wissenschaftlichen Arbeit festgelegt wurde, folgt die Planung. Diese ist das A und O für Hausarbeit, Facharbeit und Ähnliches. Hier sollten stets folgende Fragen inbegriffen sein: Welchen Umfang hat die Arbeit? Was ist die konkrete Aufgabenstellung? Wie viel Zeit muss für die Bearbeitung eingeplant werden? Anschließend lassen sich die notwendigen Arbeitsschritte definieren, und es ist möglich, das eigene Arbeitstempo einzukalkulieren. Dann läuft einem nicht kurz vor der Abgabe die Zeit davon.

Neutrale und klare Sprache

Ein wissenschaftlicher Text sollte sachlich, nüchtern und distanziert klingen. Eigene Meinungen und Emotionen finden im wissenschaftlichen Schreibprozess keine Berücksichtigung. Am besten ist es, nur einen klaren Gedanken pro Satz zu verfassen und Nebensätze auf ein Minimum zu reduzieren. Lange Schachtelsätze sind anstrengend zu lesen und machen den Text möglicherweise unverständlich. Dies sollten die Verfassenden beim wissenschaftlichen Schreiben berücksichtigen, da häufig noch der Irrglaube besteht, dass möglichst komplizierte Sätze wissenschaftlich klängen.

Zudem gilt es Füllwörter in einer wissenschaftlichen Arbeit zu vermeiden. Dies sind Wörter wie nämlich oder gewissermaßen.

Wertungen müssen gänzlich außen vor bleiben, denn es geht hier nicht um eine eigene Meinung. Auch Ironie, Umgangssprache und regionale Dialekte finden keine Berücksichtigung in einem wissenschaftlichen Text. Auf die Sprache kommt es an, wenn eine gute Note gewünscht ist!

Angemessener Schreibstil

Beim wissenschaftlichen Schreiben ist auf Personalpronomen wie wir oder ich zu verzichten. Die Lesenden werden nicht direkt angesprochen, passive und unpersönliche Formulierungen sind das Mittel der Wahl.

Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Tippfehler sind bestenfalls nicht enthalten.

Hohe Wissenschaftlichkeit

Damit ein Text aus einer wissenschaftlichen Perspektive für hochwertig befunden werden kann, müssen sämtliche Aussagen durch Quellen gestützt und belegbar sein. Diese werden mit Hilfe von Zitaten oder Fußnoten im Text platziert. Es folgt eine Auflistung sämtlicher Quellen im Literaturverzeichnis.

Wissenschaftliches Schreiben beinhaltet immer Fachbegriffe und Fremdwörter. Dennoch sollte der wissenschaftliche Text möglichst unkompliziert geschrieben sein. Er ist bestenfalls allgemeinverständlich. Dies gelingt mit einem angemessenen Schreibstil, den auch Freunde bzw. Freundinnen und Familienmitglieder verstehen, die keine tiefgehenden Fachkenntnisse haben. Deshalb müssen die Fachbegriffe in der Hausarbeit erklärt und konstant verwendet werden. So wird deutlich, dass eine bestimmte Konzeption oder Theorie zugrunde liegt.

Stringente Gliederung

Um einen roten Faden beim wissenschaftlichen Schreiben sicherzustellen, sollte der Text gut gegliedert sein. Eine stringente Gliederung ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Argumentation sollte einen thematisch logischen Aufbau erkennen lassen und keine Wiederholungen beinhalten. Somit sollte die Gliederung gezielt gestaltet werden, bevor mit dem Schreibprozess begonnen wird. Unterpunkte sollten nur einfließen, wenn sie sinnvoll sind. Die Gliederung spiegelt stets die inhärente Logik wider. Wer aussagekräftige Überschriften formuliert, erleichtert den Lesenden das Orientieren im Text.

Das waren sie – die fünf Tipps für gelingendes wissenschaftliches Schreiben. Mit ihnen geht es hoffentlich schon viel leichter von der Hand, und einer erfolgreichen Abgabe steht nichts mehr im Weg.

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