Über das Projekt Lektorat.

Meine sehr geschätzten Kolleg*innen bevorzugen die Anonymität, was ich ihnen in Anbetracht der nicht fassbaren Möglichkeiten des Internets - positiver wie negativer Art - nicht verdenken kann. Somit müssen Sie an dieser Stelle mit mir vorliebnehmen. Bereits als Kind begeisterte mich der Umgang mit Sprache. Aufgewachsen mit einer hochgradigen Hörbeeinträchtigung, entdeckte ich umso mehr über die Schriftsprache meinen Zugang zur Welt. Ich las zahlreiche Bücher und schmökerte in alten Zeitschriften meiner Eltern. Sogar Deutschaufsätze zu schreiben, bereitete mir große Freude, und ich mochte es, mich am Nachmittag als Nachwuchslehrerin zu betätigen und in einem fiktiven Schulszenario die Hefte von Freundinnen auf Fehler zu durchsuchen. Diese Leidenschaft für die deutsche Sprache empfinde ich bis heute. Im Rahmen meines Studiums entdeckte ich mit dem Korrigieren von Texten – zunächst als studentische, später als wissenschaftliche Hilfskraft sowie in einem Zeitungsverlag – eine Möglichkeit, sie auszuleben und gleichzeitig wertvolle Unterstützung zu leisten, zumal der sprachliche Schliff einem inhaltlich stimmigen Text zur Vollendung verhilft und dafür sorgt, dass ein harmonisches Gesamtwerk entsteht. Derzeit bin ich als Förderschullehrerin tätig, konnte jedoch den roten Faden meines Lebens, der mich immer wieder einen intensiven Umgang mit der deutschen Sprache praktizieren ließ, nicht abreißen lassen und bin deshalb nebenberuflich als selbstständige Lektorin aktiv. Der Austausch im Team sorgt für ständige Weiterentwicklung und eröffnet regelmäßig neue Perspektiven auf das Wunderwerk Sprache.
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